Kanada hat Sanktionen gegen die Hersteller von Nord Stream 1-Turbinen wieder eingeführt. Die Sanktionen waren im vergangenen Jahr ausgesetzt worden, um die Lieferung von Gas zu ermöglichen. Jetzt sind sie wieder in Kraft.
Die kanadische Regierung begründet die Wiedereinführung der Sanktionen mit dem Bau des Nord Stream 2-Pipelinesystems, das von Kanada als „bedrohlich“ für die europäische Sicherheit betrachtet wird. Die Sanktionen gelten für die Firmen Zentralmaschinenbau Dresden (ZMD) und Bladt Industries. Beide Unternehmen liefern Turbinen für die Nord Stream 1-Pipeline, die das Gas von Russland nach Deutschland transportiert.
Die neuen Sanktionen sollen es den Unternehmen erschweren, Kredit zu bekommen und Geschäfte mit kanadischen Firmen zu machen. Experten sagen, dass die Sanktionen den Bau der Nord Stream 2-Pipeline weiter verzögern könnten.