Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat sich für die Sklaverei entschuldigt, die im 17. und 18. Jahrhundert von holländischen Kolonialherren praktiziert wurde.
„Ich bitte um Entschuldigung für die Schmerzen und das Leid, die unsere Vorfahren denen zugefügt haben, die von ihnen versklavt wurden“, sagte Rutte am Samstag in einer Rede anlässlich des 150. Jahrestages der Abschaffung der Sklaverei in den Niederlanden.
Rutte betonte, dass die Niederlande heute ein offenes und tolerantes Land seien, das für Menschen aller Hautfarben und Herkunft offen stehe.
Die Entschuldigung des Premierministers ist ein weiterer Schritt in Sachen Anerkennung der kolonialen Vergangenheit der Niederlande. Im vergangenen Jahr hat das Parlament eine Resolution verabschiedet, in der die Niederlande ihre „gesamte Kolonialgeschichte“ anerkannten.