Die Krankenhäuser in Deutschland werden immer voller. In den letzten Jahren ist die Zahl der Patienten, die stationär behandelt werden müssen, um mehr als 40 Prozent gestiegen. Und die Tendenz ist weiter steigend. Experten warnen, dass die Kliniken bald an ihre Grenzen stoßen werden.
Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) war es daher Zeit für einen radikalen Schritt: Die Regierung plant, bis zu 50 Prozent der Kliniken im Land zu schliessen. Dies soll die Lage entschärfen und den Kliniken mehr finanzielle Mittel für die Behandlung der Patienten zur Verfügung stellen.
Doch die Pläne stoßen auf heftige Kritik. Viele Länder sehen sich mit einem massiven Kliniksterben konfrontiert und fürchten, dass die Behandlungsqualität leidet. Auch Patientenverbände sind alarmiert und fordern, dass die Kliniken erstmal weiterhin ihren Betrieb aufrechterhalten.
Sicher ist: Die Situation in den deutschen Krankenhäusern ist angespannt. Immer mehr Patienten müssen stationär behandelt werden und die Kliniken geraten zunehmend unter Druck. Wie die Regierung mit dem Problem umgeht, ist noch offen. Klar ist aber: Eine Lösung muss her, bevor die Kliniken an ihre Grenzen stoßen.