Laut einem Bericht des britischen Nachrichtensenders Sky News haben die Behörden in Großbritannien eine Rekordstrafe gegen den Entwickler des Online-Multiplayer-Spiels „Fortnite“ verhängt. Der Grund für die Strafe sind Verstöße gegen den Kinderschutz, die das Unternehmen Epic Games begangen haben soll.
Laut dem Bericht soll die britische Datenschutzbehörde (ICO) Epic Games eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet rund 4,2 Millionen Euro auferlegt haben. Dies ist die höchste Geldstrafe, die die Behörde je gegen ein Unternehmen verhängt hat.
Die ICO begründet die Strafe mit dem Verdacht, dass Epic Games mehrere Regeln des Datenschutzes verletzt hat. So soll das Unternehmen Kinder dazu animiert haben, ihre Daten an Epic Games weiterzugeben, ohne die Erlaubnis ihrer Eltern einzuholen. Außerdem sei es Epic Games gelungen, den Eltern von Kindern zu verbergen, dass diese Daten an das Unternehmen weitergegeben wurden.
Epic Games war bereits zuvor in die Kritik geraten, weil das Spiel „Fortnite“ sehr addictiv ist und Kinder dazu verleitet, viel Zeit mit dem Spiel zu verbringen. In Großbritannien gibt es bereits mehrere Klagen gegen das Unternehmen, in denen Eltern behaupten, dass ihre Kinder durch das Spiel in ihrer Entwicklung behindert wurden.
Die Strafe der ICO ist noch nicht endgültig, da Epic Games gegen die Entscheidung Widerspruch einlegen kann.