Rechtsterrorismus auf dem Vormarsch: UN-Generalsekretär warnt vor steigender Bedrohung in Europa

Der UN-Generalsekretär António Guterres hat am Donnerstag vor dem Aufstieg des Rechtsterrorismus in Europa gewarnt und die jüngste Razzia gegen die sogenannten „Reichsbürger“ in Deutschland als Beispiel genannt.

Guterres sagte, rechtsextreme Terroristen seien eine zunehmende Bedrohung in Europa und weltweit. Dies werde durch die steigende Zahl hasserfüllter Angriffe auf jüdische, muslimische und andere religiöse Minderheiten sowie Einwanderer und Flüchtlinge deutlich.

Als Beispiel für die zunehmende Gefahr durch den Rechtsterrorismus nannte Guterres die Razzia in Deutschland am Mittwoch, bei der 170 Polizisten 70 Wohnungen und Geschäfte durchsuchten. Die Razzia richtete sich gegen mutmaßliche „Reichsbürger“, die die Bundesrepublik nicht anerkennen und sich stattdessen dem 1933 von Adolf Hitler errichteten „Deutschen Reich“ unterwerfen.

Die Betroffenen der Razzia wurden bereits im vergangenen Jahr wegen verschiedener Straftaten, darunter auch Waffenbesitz, verhaftet. Seitdem ist die Zahl der „Reichsbürger“-Anhänger in Deutschland auf mehrere Tausend gestiegen.

Guterres rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, entschlossen gegen Rechtsextremismus und Terrorismus vorzugehen. Er forderte die Regierungen auf, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um Hass und Intoleranz zu bekämpfen, und betonte die Bedeutung von Aufklärung und Prävention.

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