In Österreich ist der Bahnverkehr am Donnerstag wegen eines Streiks im Zuge von Tarifverhandlungen zum Erliegen gekommen. Der Ausstand soll bis Freitag andauern.
Die Gewerkschaft der Lokführer (GdL) fordert für ihre Mitglieder eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent. Die Bahn hat dagegen bisher nur 1,3 Prozent angeboten. Das Arbeitsgericht hat den Streik bereits für rechtmäßig erklärt.
Bahnreisende in Österreich müssen sich auf einige Tage Chaos gefasst machen. Der Streik der Lokführer legte am Donnerstag den gesamten Zugverkehr im Land lahm. Viele Menschen kamen zu spät zur Arbeit, Schulen und Universitäten mussten zeitweise geschlossen bleiben. Auch am Flughafen Wien mussten mehrere Flüge gestrichen werden.
Die GdL fordert für ihre rund 3.000 Mitglieder eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent. Die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) hat dagegen bisher nur 1,3 Prozent angeboten. Die Gewerkschaft begründet die Forderung damit, dass die Lokführer in den vergangenen Jahren deutlich mehr Arbeit geleistet haben.
Die Verhandlungen zwischen der GdL und der ÖBB sind bereits seit Monaten im Stocken. Das Arbeitsgericht hat den Streik bereits für rechtmäßig erklärt. In den kommenden Tagen soll es weitere Gespräche zwischen den beiden Seiten geben. Bis Freitag soll der Streik andauern.