Laut einer neuen Studie sind Online-Einkäufe in Deutschland zu Weihnachten besonders klimafreundlich. Zu diesem Ergebnis kam die Umweltorganisation „BUND“ in einer am Donnerstag (19.12.2019) veröffentlichten Untersuchung. Danach transportiert das Versandhandelsunternehmen DHL im Weihnachtsgeschäft jedes Jahr rund 4,5 Millionen Tonnen CO2 aus.
Der BUND bewertet die Klimabilanz des Online-Handels anhand der von DHL gemeldeten Daten. Dazu gehören die Anzahl der Sendungen in Deutschland sowie die jeweilige Distanz, die die Pakete zurücklegen. Ausgewertet wurden die Zahlen für die Jahre 2016 bis 2018.
Demnach sind Online-Einkäufe im Schnitt um die Hälfte klimafreundlicher als der Einkauf im stationären Handel – selbst wenn die Produkte weite Wege zurücklegen müssen. Der Grund: Die CO2-Emissionen der deutschen Handelsunternehmen verteilen sich auf eine Vielzahl von Sendungen. Durch den Verzicht auf den Weg zum nächsten Laden sparen die Kunden demnach CO2 ein – auch wenn die einzelne Sendung mehr Kilometer zurücklegt.
Für die Studie hat der BUND außerdem untersucht, in welchen Regionen Deutschlands Online-Einkäufe besonders klimafreundlich sind. So sparen Kunden in Ballungsgebieten wie Berlin oder Hamburg durchschnittlich mehr CO2 ein als Kunden in ländlichen Gebieten. Das liegt vor allem daran, dass in Ballungsgebieten mehr Menschen auf kurze Wege zum Einkaufen setzen – etwa durch das Fahrradfahren oder den öffentlichen Nahverkehr.